Teil 1: Wie werde ich Investorin? – Der Startschuss

1. August 2025

Wie werde ich Investorin? Das ist ein grosses Vorhaben und viele haben Angst davor. Viele Frauen denken, das ist zu kompliziert, ich war schlecht in Mathe und ich werde das nie verstehen! Aber ganz ehrlich, das Thema wird heisser gekocht als es ist. Es ist wie mit einem Auto. Ich kann es fahren und weiss wo und welches Benzin ich einfüllen muss. Aber einen Öl-Wechsel oder eine Lampe austauschen... Nee lieber nicht. Aber es ist das genau gleiche wie mit der Börse. Du musst wissen wie du sie "fährst", den Öl-Wechsel musst du nicht können. 😉

Bildung und Recherche

Bildung und die Recherche ist die Grundlage. Hier wirst du ein bisschen Zeit investieren müssen. Du kaufst schliesslich auch kein Auto, ohne dass du dich vorher informiert hast. Da liest du dich ein bisschen ein und erstellst eine gedankliche oder physische Liste was das neue Auto alles können und haben muss. Preislich wirst du dir verschiedene Angebote anschauen. Denn du möchtest ja das beste Preis-/Leistungsverhältnis haben.

Daher lasse ich die Aussagen «das interessiert mich nicht» oder «das kann ich nicht» nicht zählen. Ich interessiere mich auch nicht für Autos, aber als ich mir meines gekauft habe, habe ich verschiedene Berichte gelesen und mich bei Personen, die etwas mehr vom Metier verstehen informiert. Ich habe Pro und Kontras gegeneinander abgewogen, bis ich wusste was ich will.

So verhält es sich auch mit dem Investieren. Du musst kein absoluter Profi werden, aber du musst wissen was du kaufst und was für ein Ziel du verfolgst. Informieren kann man sich auf vielen Blogs und Plattformen. Es gibt auch gute Bücher die verständlich und einfach geschrieben sind.

Bevor du anfängst zu investieren, solltest du Begriffe wie Aktien, ETF, Anleihen, Dividenden, Ordergebühren, Broker etc. verstehen.

Schau dazu in die Blogkategorie Finanz Basics. Dann ist dein Ziel Investorin zu werden, gar nicht mehr so weit weg.

Finanzielle Grundlagen schaffen

Ohne Geld kannst du keine Investorin werden. Es empfiehlt sich als erstes eine Übersicht über die eigenen Finanzen zu schaffen. Schnapp dir ein Zettel oder öffne das Excel. Schreib als Anfang wie hoch dein monatliches Einkommen ist. Nun folgt die etwas mühsamere Arbeit. Jetzt schreibst du deine Ausgaben auf.

Steuern, Miete, Krankenkasse, Auto, Versicherungen, Abo (z.B. Handy, Netflix, Fitness) etc, danach solltest du in etwa aufschreiben, was du für dein Leben brauchst wie z.B. das Essen, Ausflüge, Ferien, Kleidung usw.

Hast du alles abgezogen bleibt dir hoffentlich etwas übrig. Wenn nicht, dann würde ich dir stark empfehlen deine Ausgaben zu hinterfragen. Hast du unnötige Abos, gibt es günstigere Abos? Muss ich jeden Monat shoppen gehen? Könnte ich weniger ins Restaurant?

Oder du steigerst dein Einkommen, sei es mit einer Weiterbildung oder bei der nächsten Lohnrunde. Ich weiss, mehr Lohn fordern braucht Mut, aber was soll schon passieren? Mehr als ein Nein wird es nicht geben. Bereite dich immer gut auf die Lohnverhandlungen vor. Schreibe dir auf warum und wieso du mehr Lohn bekommen solltest. Bekommst du ein Nein, dann frag nach, warum und lass fadenscheinige Antworten nicht gelten.

Hast du Schulden, dann solltest du dir einen Plan erarbeiten, wie du diese tilgen kannst. Evtl. wäre es auch denkbar sich an eine Schuldenberatung zu wenden. Schäm dich nicht für deine Schulden, evtl. kannst du gar nichts dafür oder du hast schlicht und einfach die falschen Entscheidungen getroffen. Perfekt ist niemand, aber man kann aus seinen Fehlern lernen und sie versuchen auszubügeln.

Du hast noch nie ein Budget erstellt? Hier ist eine Anleitung.

Hast du dein Budget erstellt, dann geht es daran sich einen Notgroschen aufzubauen. Es ist schwierig zu sagen, wie hoch der sein soll. Aber durch deine Budgeterstellung weisst du welche Fixkosten im Monat anfallen, was variabel ist und auf was du in der Not auch mal verzichten kann.

Nun stell dir vor, du verlierst deinen Job und hättest in den nächsten drei bis sechs Monaten kein Einkommen. Oder dein Auto oder Waschmaschine geht kaputt. Für diese Fälle sollte dein Notgroschen reichen.

Am besten parkierst du den Notgroschen auf einem separaten Konto. So ist klar definiert mit welchem Geld du arbeitest. Klar könntest du in der Not dein Investment auflösen, aber das ist nicht der Sinn der Sache. Evtl. musst du dann zur denkbar schlechtesten Zeit dein Investment verkaufen und das willst du nicht. Daher ist es unabdingbar einen Notgroschen zu haben.

Kurz gesagt

Du möchtest Investorin werden, dann solltest du dich als erstes mit dem Thema beschäftigen. Du musst wissen von was gesprochen wird. Als zweites solltest du ein Budget erstellen und den Notgroschen aufbauen. Denk daran, du investierst in dich selbst. Am Anfang musst du etwas Aufwand betreiben, aber die Früchte wirst du ernten können! Wissen ist Macht!

Wie weiter?

Dieser Blogbeitrag ist der erste Schritt in deiner Reise zur erfolgreichen Investorin. In den kommenden Teilen werde ich weiter ins Detail gehen und dir praktische Tipps und Strategien an die Hand geben. Bleib dran!

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